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Das Kirchenjahr - Lektoren Workshop

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Das Kirchenjahr

Als Kirchenjahr wird der Kreis der christlichen Fest vom ersten Advent bis zum Ewigkeitssonntag bezeichnet. Es schafft eine Verbindung zwischen den heilsgeschichtlichen Ereignissen. Im MIttelpunkt stehen Kreuz und Auferstehung Jesu, und das Osterfest mit der darauf bezogenen Karwoche und der österlichen Freudenzeit steht geschichtlich am Anfang. Darauf bezogen sind weitere christliche Feste, die nach und nach in den Festkreis aufgenommen wurden und auch bis in die jüngste Vergangenheit wurde das Kirchenjahr weiter ausgeweitet.
Die christlich-liturgische Gestaltung des Jahres geht auf das jüdische Festjahr zurück. Bei den jüdischen Festen verbinden sich noamdische Feste mitg bäuerlichen Traditionen, die durch den Kreislauf des Jahres bestimmt sind. Später werden sie geschichtlich gedeutet: Der Gott Israels offenbart sich in der Geschichte seines Volkes und vollbringt hier seine Heilstaten. Nach diesem Verständnis ist der Weg Gottes mit seinem Volk kein Kreis, sondern er hat Anfang (Erwählung) und ein Ziel. Auch in der biblisch-christlichen Tradition wird die Heilsgeschichte mit dem Kreislauf des Jahres verbunden: Die Gemeinde lebt auf ein Ziel hin - das Kommen Christi bzw. des Reiches Gottes - und zugleich begeht sie das Kirchenjahr als Zyklus (grch. = Kreis).
Durch das Kirchenjahr wird die Möglichkeit gegeben, sich die Christusgeschichte zu vergegenwärtigen und daran teilzunehmen.
Der Begriff "Kirchenjahr" erscheint erstmals 1589 bei dem lutherischen Theologen Johannes Pomerius.
Im Lauf eines Kirchenjahres wiederholen sich jährlich der Weihnachtsfestkreis, der Osterfestkreis und die Trinitatiszeit.

Der Osterfestkreis verbindet Leiden, Tod und Auferstehung Christi und die Ausgießung des Heiligen Geistes zu einer Einheit. Er umfasst die Zeit vom dritten Sonntag vor der Passionszeit bis Pfingsten. Ostern ist das zentrale Freudenfest. In den ersten drei Jahrhunderten wirde in der Christenheit nur Ostern gefeiert. Dem wurden eine vierzig-tägige Fastenzeit (Passionszeit) und drei Sonntage vor der Fastenzeit vorangestellt. Die westlichen Kirchen feiern Oster am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Die Osterzeit umfasst 50 Tage bis Pfingsten (pentekoste, grch. = 50).

Der Weihnachtsfestkreis umschließt die Zeit vom 1. Advent bis zum Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar. Erst im 4. Jahrhundert begann die Kirche, am 25. Dezember das Geburtsfest Christi zu feiern. Dem Geburtstfest wurde eine Vorbereitungszeit vorangestellt: der Advent (lat. = Ankunft).
Dem Christfest folgen Neujahr (1. Januar) - ursprünglich das Fest der Beschneidung und Namensgebung Jesu (vgl. Lk. 2,21), Epiphanias als Tag der Erscheinung (grch. = epiphanie) des Herrn, an dem auch der Taufe Jesu gedacht wird wird sowie die "Darstellung des Herrn" (Lichtmess) am 2. Februar: Nach alttestamentlicher Tradition galt der erstgeborene Sohn als Gottes Eigentum. Er wurde vor Gott gebracht (dargestellt) und durch ein Geldopfer ausgelöst.

Die Trinitatiszeit beginnt mit dem Sonntag nach Pfingsten, dem Trinitatisfest, das zur Gruppe der sog. Ideenfeste gehört, d.h. es erhielt seinen Namen aus einem theologischen Anliegen heraus.
Die Sonntage nach Trinitatis (bis zu 24) haben jeweils einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt (z.B. 6. S. n. Tr.: die Hl. Taufe). Ihnen folgen die drei letzten Sonntage im Kirchenjahr.
Evangelische Kirchen feiern in dieser Zeit außerdem: 24. Juni: Johannistag; Sept./Okt: Erntedankfest; 31. Oktober: Reformationstag; 11. November: Martinstag; Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag im November.

Etwa seit dem 9. Jahrhundert wird der Wechsel der Kirchenjahreszeiten in Liturgischen Farben sinnlich veranschaulicht, die sich in liturgischen Gewändern sowie den Paramenten (vor allem den Antependien an Altar, Kanzel und Lesepult) zeigen.
(Quelle: EAA Handreichnung Orte Gottes - Häuser der Menschen, Ev.-luth. Landeskirche Sachsen)
Die liturgischen Farben im Kirchenjahr

Letzte Aktualisierung am 05.10.2020

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